Formen / Typen

Das Gesamtangebot an Hörgeräten erstreckt sich auf mehr als 900 Bauformen, Typen und Modelle. Die Bauformen umfassen im Wesentlichen die hinter dem Ohr getragenen (HdO­) Geräte und die im Ohr bzw. im Gehörgang getragenen Im-Ohr-Geräte (IdO).

Daneben gibt es noch die sogenannten «Hörbrillen» – mit in den Bügeln untergebrachten Hörgeräten – sowie die Taschengeräte, welche für Spezialversorgungen zur Anwendung gelangen.

Eine Sonderform stellen die knochenverankerten Hörgeräte dar, die den Schall in Form von Vibrationen über den Schädelknochen direkt zum Innenohr leiten. Sie gelangen vor allem bei chronischen Mittelohr-Entzündungen und Missbildungen zum Einsatz. Ebenfalls den Sonderformen sind die Cochlea-Implantate für ertaubte oder höchstgradig schwerhörige Menschen zuzuordnen. Die Schallsignale werden hier über eine ins Innenohr eingeführte Sonde als elektrische Reize direkt an die Hörnerven übermittelt.

Technologische Konzepte und ihre Leistungsmerkmale

Nach Technologien und Leistungskategorien gegliedert umfasst die aktuelle Produktpalette namentlich die folgenden Gerätetypen und -modelle:  

  • Digital programmierbare Geräte. Diese werden mit dem Computer oder einem speziellen Programmiergerät ans Hörvermögen der Schwerhörigen angepasst. Fast alle modernen Geräte verfügen heute über digitale Programmierungen.
  • Fernsteuerbare Geräte verfügen über ein Steuerkästchen, mit dem je nach Hörsituation auf weitere Programme – z.B. für Musik, Gespräche, Strasse – zugegriffen und ausserdem die Lautstärke reguliert werden kann.
  • Zoom­ oder Multimikrofon-Geräte, die über spezielle, zuschaltbare Richtmikrofone für Dialoge in lärmiger Umgebung verfügen.
  • Mehrkanalgeräte mit zwei oder mehr Kanälen für bestimmte Frequenzabschnitte. Deren spezielle Eignungen liegen unter anderem im Ausgleich starker Hörverluste im Tiefton-, Sprach- oder Hochtonbereich.
  • Digital verarbeitende Hörgeräte. Diese wandeln die analogen akustischen Signale in digitale Daten um, verarbeiten diese in einem Minicomputer und verwandeln sie wieder in Analogsignale zurück. Diese Hörgerätetypen, welche in der Schweiz fast ausschliesslich zur Anwendung gelangen, ermöglichen eine besonders präzise Signalverarbeitung.
  • Automatik-Geräte. Diese reagieren sensibel auf den Pegel der Umgebungsgeräusche und passen ihre Leistungen selbstregulierend an das jeweilige Hörumfeld an.