Ein Hörtest auch Audiometrie genannt, misst die Leistungsfähigkeit des Gehörs und erkennt, ob eine Hörminderung vorliegt, wie stark sie ist und wo im Ohr sie sich befindet. Der Test umfasst das Hören von Tönen verschiedener Frequenzen und Lautstärken über Kopfhörer und dem Knochenleitungshörer sowie das Verstehen von gesprochenen Wörtern, oft mittels des sogenannten Freiburger Sprachtests.
Wie läuft ein Hörtest ab?
1. Vorbereitung
Zuerst werden die Ohren kontrolliert, ob die Gehörgänge frei sind.
2. Hörtest mit Tönen
Hierbei werden über Kopfhörer Töne in unterschiedlichen Frequenzen (von tief bis hoch) und Lautstärken (von leise bis laut) angeboten. Sie signalisieren, wann Sie einen Ton hören, indem Sie z.B. die Hand heben oder eine Taste drücken. Auch die Unbehaglichkeitsschwelle wird ermittelt, also ab welcher Lautstärke Töne als unangenehm laut empfunden werden. Zusätzlich wird die Hörfähigkeit über Knochenleitung getestet, indem ein Knochenleitungshörer auf den Knochen hinter dem Ohr platziert wird.
3. Sprachaudiometrie
In diesem Teil werden Ihnen einsilbige und mehrsilbige Wörter vorgespielt, die Sie nachsprechen sollen.
Auswertung des Hörtests
Die Ergebnisse des Hörtests werden in einem Audiogramm grafisch dargestellt. Dieses Diagramm zeigt auf der vertikalen Achse die Lautstärke (in Dezibel, dB HL) und auf der horizontalen Achse die Frequenz (in Hertz, Hz). Das gesunde Ohr hört ab 0 dB, während ein Hörverlust durch eine weiter unten liegende Kurve im Audiogramm dargestellt wird. Die Auswertung ermöglicht es, den Grad und die Art der Hörminderung festzustellen und dient als Grundlage für die Auswahl passender Hörhilfen.
